Wochenendtrip Ulm

Wochenendtrip Ulm

9. März 2018 0 Von Sandra & Chris

Im Dezember haben wir einen Kurzurlaub nach Ulm gemacht. Ulm befindet sich ca.60 km von unserem Wohnort entfernt, dennoch kennen wir die Stadt nur von diversen Shoppingtripps und wollten die Stadt gerne näher kennenlernen.

Ulm ist eine Universitätsstadt am Rande der Schwäbischen Alb. Besonders bekannt ist die Stadt für ihr gotisches Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt (161,53 Meter).

Wusstest du, dass Albert Einstein in Ulm geboren wurde? Aber auch Hans und Sophie Scholl sind berühmte Persönlichkeiten die in der Stadt Ulm aufwuchsen. Selbst der gute alte Napoleon spielt  in der Geschichte der Stadt eine Rolle, hat er doch im Jahr 1805 hier die Österreicher geschlagen.

Ein kleines Geschenk der Stadt Ulm. Die zwei Berühmtheiten als Badeenten.

 

Und wie könnte man eine Stadt denn besser kennenlernen als ganz klassisch bei einer Stadtführung. Diese finden in Ulm meist  zweimal täglich statt. Die Zeiten entnehmt Ihr am besten hier, der Treffpunkt ist an der Touristeninfo direkt gegenüber des Münsters.

Der Treffpunkt an der Touristeninfo ist kaum zu übersehen.

 

Münster

Das Münster war hierbei auch gleich unser erstes Ziel. Ein paar wichtige Infos zu Ulms ganzem Stolz:

Beim Ulmer Münster handelt es sich um eine evangelisch Kirche im gotischen Stil, der erst 1890 vollendete Turm ist mit seinen 161,53 m der höchste Kirchturm der Welt. Der Grundstein wurde allerdings schon 1377 gelegt, damals noch als katholische Kirche. Im Zuge der Reformation fiel die Entscheidung der Bürger 1530 dann zugunsten der evangelischen Kirche aus. So wurde das Ulmer Münster zu einem evangelischen Gotteshaus und war bis 1894 im Besitz der Stadt Ulm bevor es in den Besitz der evangelischen Kirchengemeinde überging.Im Gegensatz zu anderen Gebäuden hat das Münster die Luftangriffe im zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden, lediglich einige Fenster zersprangen bei der Detonation einer Fliegerbombe in der Nähe.

Ulms Fussgängerzone, das Münster ist schon von weither zu sehen

Rathaus

Das Ulmer Rathaus zählt nicht nur wegen seiner astronomischen Uhr und seinen Fresken zu den bedeutetsten Baudenkmäler in Ulm. Es besteht aus drei verschiedenen Bauteilen – das früheste aus dem 14 Jahrhundert. In seinem Ursprung noch als Kaufhalle genutzt. Später wurde es eine Verkaufshalle der Metzger und ab 1383 tagte hier auch das Gericht Spätestens ab 1395 verfügte auch der Ulmer Rat hier über eine Ratsstube, ab 1419 wurde das Gebäude Rathaus genannt. Im 16 Jahrhundert wurde das Rathaus umfangreich umgestaltet, eine weitere Renovierung erfolgte in den Jahren 1898 bis 1905 da das Rathaus arg verfallen war wurde es eingehend renoviert und ein weiteres mal umgestaltet. Die letzte große Sanierung erfuhr das Gebäude von 1987 bis 1989.

Schiefes Haus

Das schiefe Haus ist wirklich etwas skurril anzusehen. Erbaut wurde dieses, mittlerweile als Hotel genutzte Bauwerk, im 14 Jahrhundert. Genutzt wurde es damals von den Schiffsmeistern der Stadt Ulm. Durch das Überhängen des südlichen Fundaments konnten die Boote direkt anlegen und ihre Ware im dortigen Keller lagern. Im laufe der Zeit senkte sich die zum Fluss liegende Seite so stark ab dass bereits im 17 Jahrhundert erste Stützmassnahmen nötig waren. Insgesamt neigt sich Gebäude um 9 bis 10 °

Seit dem Jahr 1995 wird das Haus als Hotel genutzt, das Hotel verfügt über acht Zimmer wobei einige Zimmer Schieflagen von bis zu 40 cm über die Zimmerbreite ausweisen. In den Waagrecht stehenden Betten wurden Wasserwaagen eingebaut um den Gast zu zeigen dass er horizontal liegt während dass umgebende Zimmer schief steht. Mit diesem Hotel hat sich die Stadt Ulm einen weiteren Rekord gesichert nämlich den mit dem schiefsten Hotel der Welt.

Der Ulmer Spatz

Das Wappentier und Maskottchen der Stadt Ulm ist der Spatz.

Der Sage nach wurden beim Bau des Ulmer Münsters besonders große Balken verwendet, welche beim besten willen nicht durch das Stadttor passen wollten. Als man schon fast im Begriff war, sagen wir mal das Tor zu vergrößern kam ein Spatz mit einem Zweig im Schnabel angeflogen um diesen in seinem Nest zu verbauen. Diesen hielt er längs im Schnabel, da ging den emsigen Arbeitern ein Licht auf und sie luden die Balken längs und nicht wie bisher quer auf Ihre Karren.

Die Verbundenheit zum Spatz war auch im Jahr 2001 zu spüren als zur Erhaltung des südlichen Münsterturms eine Benefiz Kunstaktion gestartet wurde. 275 Spatzenrohlinge wurden bemalt und anschließend versteigert. So kamen über 350 000 Euro für den Erhalt des Münsters zustande. Einige dieser Kunstwerke können bei einem Stadtbummel noch immer bewundert werden.

Pfannkuchenhaus

Zum Abschluss noch einen Tipp zum Thema Essen, solltet Ihr auf Pfannkuchen stehen schaut unbedingt in Ulms ersten Pfannkuchenhaus dem Allgäuer Hof vorbei. Hier findet Ihr 40 verschiedenen Pfannkuchen von süß bis herzhaft, hier sollte jeder etwas finden. Bei mehr als zwei Personen empfiehlt sich eine Reservierung.