Mit dem Fahrer durch Indien

20 Tage haben wir im  Norden von Indien verbracht und sind mit dem Fahrer durch Indien (hauptsächlich Delhi + Rajasthan) gereist.

Vorwort

Eigentlich wollten wir ja nie nach Indien… eigentlich…. Im Verlauf unserer Reise hat sich das aber geändert und so haben wir beschlossen diesem Land eine Chance zu geben. Nach dem der Entschluss feststand, Indien zu bereisen, haben wir uns ausführlich über dieses, uns völlig unbekannte Land informiert. Fast überall haben wir gelesen, dass der Süden deutlich angenehmer zu bereisen ist (vor allem für Anfänger wie uns). Wir hatten bereits eine schöne Route zusammengestellt, bis wir feststellen mussten, dass zu unserer Reisezeit absolute Monsunzeit herrscht. Also haben wir alle Pläne verworfen und uns den Norden genauer angesehen. Schnell hatten wir auch hier die Region unserer Wahl gefunden – Rajasthan wollten wir bereisen. Lange Zeit dachten wir daran, diese Route mit dem Zug und auf eigene Faust zu unternehmen, bis wir durch den Tipp von Manu von worldcalling4me auf den Geschmack eines Fahrers gekommen sind. Da wir festgestellt haben, dass die Züge weit im Voraus gebucht werden sollten und wir uns erst kurzfristig für Indien entschieden haben kam es so zu einem ersten Kontakt mit Ashok´s Taxi Tours. Schnell bekamen wir ein Angebot mit einer tollen Route und nach langem Auseinandersetzen mit unserem Budget haben wir uns trotz der höheren Kosten für einen Fahrer entschieden.

 

Indischer Fahrer mit seinem Auto

Gurmeets ganzer Stolz. Meist hat er morgens min. zwei Stunden mit putzen verbracht.

Ashok schlug uns eine, für uns passende, Route vor, allerdings mit der Option diese auch während der Tour abzuändern. Diese Option bzw. „Freiheit“ hat uns zusammen mit dem in sich stimmenden Angebot letztlich überzeugt.

Gemeinsam mit Gurmeet. Geheimes Erkennungszeichen Bart und Turban

Ablauf

Wie bereits erwähnt stand die Route in groben Zügen fest. Wir hatten unterwegs jederzeit die Möglichkeit länger oder kürzer an einem Ort zu bleiben. Diese Möglichkeit haben wir zum Beispiel in Ranakpur und Pushkar genutzt. Der Preis wurde uns zusammen mit der Route im Vorfeld per Mail detailliert zugeschickt. Dazu gab es eine ganz klare Aussage, welche Kosten noch zusätzlich von uns zu tragen sind (Unterkunft, Eintritte und Verpflegung für uns). Sämtliche Kosten für den Fahrer, Benzin und Mautgebühren sind bereits im Preis inkludiert. Am ersten Tag haben wir 50% der Gesamtsumme entrichtet, bei der Halbzeit waren weitere 25% und am Schluß nochmals 25% fällig.

Beim Start der Tour sind wir die Route Tag für Tag mit unserem Fahrer durchgegangen und haben Änderungen besprochen. Ebenso haben wir unser Budget für die Unterkünfte genannt und konnten spezielle Wünsche und Bedürfnisse äußern.

Unser Fahrer

Als Fahrer wurde uns Gurmeet zugeteilt, dies hat sich für uns als ein absoluter Glücksgriff erwiesen. Gurmeet ist ein sehr aufgeweckter, lustiger, zuverlässiger und sicherer Fahrer und gab uns jede Menge Infos über Land und Leute. Auf der Strecke kam es öfters mal vor, dass er am Straßenrand stehen blieb um uns auf etwas aufmerksam zu machen das wir ohne ihn höchst wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen hätten.

Unterwegs konnten wir uns jederzeit voll auf ihn verlassen. Total sympathisch war uns, dass selbst er sich über die „Idioten“ auf der Straße aufregte. Die Hupe hat er während unserer Tour nur sehr selten und nur in äußersten Ausnahmefällen benutzt. Das Auto wurde jeden Tag penibel geputzt und wir fanden es jeden morgen in einem tadellosen Zustand vor.

Seine Gäste sieht er weniger als Kundschaft sondern viele eher als Familie und ist steht bemüht eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. In den einzelnen Städten gab er uns immer die benötigten Informationen, sowie Verhaltenstipps mit auf den Weg.

Indischer Fahrer mit Sonnenbrille

Unterkünfte

Die Wahl der Unterkünfte hat in diesen zwei Wochen Gurmeet für uns übernommen. Dies sollte sich als eine sehr gute Idee erweisen. Er kennt die Hotels der Route seit vielen Jahren und war so in der Lage das beste aus unserem Budget herauszuholen. Vor Ort haben wir uns jeweils die Zimmer angesehen und konnten über den Preis verhandeln und entscheiden ob wir eines der Zimmer nehmen wollen. Wenn eine Unterkunft über unserem Budget lag hat Gurmeet die Verhandlung übernommen und den besten Preis für uns ermöglicht.

Indischer Fahrer mit Turban

Gurmeet in seinem Freizeitturban

Fazit

Für uns war diese „Lösung“ die perfekte Wahl um Indien entspannt kennen zu lernen. Wir wüssten nicht ob wir all die schönen Ecken, tollen Hotels und vor allem auch die Infos über die indische Kultur sonst auf diese Weise kennen gelernt hätten. Zudem mussten wir feststellen dass die Sehenswürdigkeiten oft weit außerhalb liegen und spätestens dann ein fahrbarer Untersatz unumgänglich gewesen wäre. Falls du mit dem Gedanken spielst Indien mit einem Fahrer zu erkunden können wir dir Ashok´s Taxis Tours sehr empfehlen.

Unsere Indienroute:

Delhi – Agra – Jaipur –  Pushkar  – UdaipurRanakpur – Jodhpur (Bullet Baba Tempel) – JaisalmerBikaner – Mandawa – Delhi

weitere Indienberichte: Unser Fazit

Bitte folgt und liked uns

4 thoughts on “Mit dem Fahrer durch Indien”

  1. Es freut mich total, dass ihr mit Gurmeet so eine tolle Zeit hattet. Ich empfand meine Entscheidung, den Großteil Indiens mit eibem Fahrer zu erkunden, ebenfalls als die beste Entscheidung und bin mit Gurmeet ebenfalls 2 Wochen durch das Land gefahren. Es hat unglaublichen Spaß gemacht und ich habe super viel von ihm gelernt. 😉

  2. Ach schön, ich war mit Gurmeet Singh in Delhi unterwegs und habe auch schöne Erinnerungen daran.

  3. Hallo Manu, danke für deinen Kommentar. Über deine tollen Berichte sind wir ja erst auf die Idee gekommen 🙂 Es war das erste mal dass wir ein Land mit einem Fahrer bereist haben, und wir haben es keine Sekunde bereut. Sowohl Gurmeet als auch Ashok´s Taxi Tour können wir weiter empfehlen. Liebe Grüße Sandra & Chris

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