Gastbeitrag Besuch der Weltenbummler

Über Gefühle und Eindrücke beim Besuch der Weltenbummler

Ein Gastbeitrag von Inge (Chris Mama) und Harald (Ingrids Ehemann), die zwei Wochen in Bali mit uns gereist sind.

Gedanken vor der Reise

Schon als der Vorschlag von Christian kam, ob wir nicht Lust hätten, unseren Pfingsturlaub bei den Beiden auf Bali zu verbringen, machte ich mir so meine Gedanken und es stellten sich mir die Fragen. Erstens, jetzt sind die Zwei schon seit einem halben Jahr alleine unterwegs, strukturieren ihren Tag und sind ein eingespieltes Team. Will man dann, wenn man sich ein Jahr eine Auszeit gönnt unbedingt die Mutter mit Ehemann 14 Tage als Begleitung haben? Und Zweitens, was machen wir, sollten die Interessen zu unterschiedlich sein und es sind Alle nur noch genervt. Haben wir doch so in dieser Konstellation wie sie jetzt ist noch nie mehr als maximal ein Tag am Stück zusammen verbracht. Dann stelle ich mir die Frage, „Woher wissen wenn nicht versuchen?“ Überlegt, gehandelt, Kinder wir kommen.

Ankunft

Auf Bali gelandet, freuen wir uns riesig als wir am frühen Morgen am Flughafen in Denpasar von Christian und Sandra empfangen werden. Seit Monaten wenn nicht sogar Jahren mal wieder ein gemeinsames Frühstück. Es werden Erlebnisse der vergangenen Monate ausgetauscht, was für ein herrliches beglückendes Gefühl. Die nächsten Tage werden geplant und sehr schnell stelle ich fest wie das Blatt sich gewendet hat. In den letzten gemeinsamen Urlauben wurde der Tagesablauf noch von den Eltern geplant, jetzt ist es umgekehrt. Ich genieße diese Situation, entspannt lasse ich mich bzw. wir uns lenken.

Die Vorschläge kommen von den Kindern und gemeinsam wird entschieden was wir unternehmen. Wir erleben herrliche gemeinsame Tage, von Shopping in Outlets, Essen in Warungs, Massagen, Insel mit dem Scooter erkunden, schnorcheln in einer gigantischen Unterwasserwelt und nicht zuletzt die Organisation vom Weitertransport in die nächste Unterkunft. Das sind zum Teil Dinge, die wir sicherlich alleine so nicht unternommen hätten. Es ist faszinierend wie die Zeit sich verändert hat und was die multimediale Welt alles ermöglicht, unkompliziertes organisieren, rasches einholen an Informationen, Transport mit Uber! Wer oder was ist Uber? Noch nie gehört. Auf das Eine oder Andere Erlebnis möchte ich noch näher eingehen.

Erlebnisse

Beim Schnorcheln hatte ich eine besondere Begegnung. Das Wasser war voller bunter Fische. Plötzlich befand ich mich mitten in einem Schwarm, ich verhielt mich ganz ruhig, und siehe da: Die Fische fingen an an meiner Hand zu knabbern, was für ein wahnsinniges Gefühl. Dann war da noch diese Bootsfahrt. Auf dem Bug des Bootes sitzend konnte ich sie beobachten, die DELPHINE. Was für ein Traum. Unglaublich, sie waren überall, unter dem Boot, neben dem Boot, vor dem Boot, sie schwammen in Gruppen und sprangen aus dem Wasser. Ich hatte Gänsehautgefühl.

da, daaaaaa schau mal! da ist eine Schildkröte

Auf geht die Bootstour, hoffentlich sehen wir viele Delfine

Die erste Reihe bietet einen fantastischen Ausblick. Kannst du den springenden Delfin sehen? WOW

Auch die Scooterfahrer hier sind ein Kapitel für sich. Unglaublich was auf einem Zweirad alles transportiert werden kann, es gibt nichts was man nicht auf so ein Moped packen kann. In der Art wie so ein Gefährt hier bepackt wird gibt es wohl keine Grenzen. Es werden ganze Familien transportiert. Manchmal hatte man den Eindruck das Gefährt kann so viel transportieren wie ein Kleinlaster. Eins ist sicher, es passt mehr auf so ein Moped als in einen Kofferraum. Selbst ein lebendiges Schwein wurde mit einer speziellen Knotentechnik auf den Rücksitz gebunden und zur Garküche gefahren. Schwein wollte ich an diesem Tag keines mehr essen.

Monkey Forest

Wenn man ein paar Tage in Ubud verbringt gehört der Monkey Forest zum Pflichtprogramm. Ich habe mich riesig auf die Affen gefreut.

Im Affenwald

Die Warnung von Sandra und Christian, daß die Affen manchmal sehr lästig sein können, habe ich völlig ausgeblendet. Schnell wurde ich aber eines besseren belehrt. Plötzlich sprang mir so ein Tier in den Nacken und ein anderer hat die Blume unseres Rucksacks abgerissen. Als wir dann am Schluss zum Parkplatz zurückkamen war aus dem Sitz unseres Rollers ein Stück Leder herausgerissen, auch das war ein Affe. Fazit: Die Affen gehören nicht mehr zu meinen Favoriten.

die Affen sind alles andere als scheu

Halbzeit und verschlossene Türen

Auch möchte ich noch die Halbzeit, bzw. für uns, das Bergfest erwähnen. Was für uns natürlich Freude bedeutet war für Sandra und Christian Anlass zur Traurigkeit. Wir hatten einen sehr lustigen Abend, wäre da nicht zum Abschluss noch dieses Desaster mit der Badtüre gewesen, glücklicherweise mit Happy End. Die Tür die wie von Geisterhand verschlossen war, wurde vom Personal in einer Nacht und Nebelaktion wieder funktionsfähig gemacht.

Kochkurs

Am letzten Urlaubstag besuchten wir noch zusammen einen Kochkurs. Das war ein sehr lustiges Erlebnis. Die Art wie der Koch uns Einblicke in die balinesische Küche gewährte war unglaublich witzig. Schon als er uns die Zutaten nur zeigte und erklärte, konnte man das Essen im Geiste schon schmecken. Wir bereiteten alles nach Anweisung zu, Gemüse kleinschneiden, Gewürze mörsern, alles zusammen dünsten bzw. anbraten und dann GENIESSEN. Ich finde das war ein toller Ausklang.

Es macht Spaß mit so frischen Zutaten zu kochen

wird da etwa gespickelt Herr Lehrer? 🙂

Schlußwort

Zum Schluss möchten wir uns an dieser Stelle noch ganz herzlich bei den Kindern bedanken, das wir an ihrer Weltreise teilnehmen durften, eine tolle Zeit hatten, und jede Menge imposante Eindrücke sammeln konnten.

Haralds Horrorstory

Den Worten meiner Frau kann ich mich nur anschließen. Auch ich hatte noch ein Highlight, ok, wenn man dazu „Highlight „sagen kann . Wir fuhren mit dem Roller nach Munduk zum Wasserfall. Trotz Regen gingen wir zum Wasserfall und nach kurzer Besichtigung beschloss Ingrid , den Rückweg talwärts zu Fuß zu gehen. Ich zeigte ihr auf der Landkarte den Weg , welcher immer am Fluss entlang, an der Hauptstraße endet (ca. 700 Meter). Dort treffen wir uns. Ich zurück zum Roller und ab zum Treffpunkt. Alle da, nur nicht Ingrid… Nach einer Stunde beschloss ich eine Suchaktion zu starten, den Einwohnern und Händler an der Straße bin ich inzwischen auch aufgefallen. Mit erhöhtem Blutdruck (ist auch für mich nicht gut), total durchnässt und mit hochrotem Kopf wurde dann mein geliebtes Weibe von einem Parkplatz Wächter auf dem Rücksitz seines Mopeds schließlich zu mir gebracht, mann wusste ja wo ich bin. Die Heimfahrt bei strömendem Regen war uns egal, Hauptsache wir waren wieder vereint.

wieder vereint

Ich empfinde die Reise nach Bali bzw. nach Indonesien immer wieder als eine Reise in eine andere Welt. Nicht nur die Kultur ist total verschieden, auch deren Menschen haben eine andere Lebenseinstellung, müssen sich jeden Tag einem harten Lebensumfeld stellen. Und trotzdem bekommst du immer ein Lächeln zurück. Und das Essen ist der Wahnsinn, noch besser ist der Mango Smoothie.

 

 

Bitte folgt und liked uns

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