Great Central Road und das Ende unseres Roadtrips

Great Central Road

Die Great Central Road ist die direkte Verbindung von Westaustralien zum Uluru.

Bevor wir die Great Central Road allerdings befahren durften, mussten wir uns online zwei Genehmigungen einholen, da die Strecke durch das Land der Aborigines führt. Diese Genehmigungen sind kostenlos und online erhältlich, in der Regel bekommt man sie unverzüglich per Email zugestellt.

Start der Strecke war in Laverton, eine Kleinstadt die über einen gemütlichen Campingplatz, sowie einen Supermarkt verfügt. Wir haben uns hier nochmals mit ausreichend Lebensmitteln und vor allem Wasser versorgt.

Am ersten Tag sind wir bereits um 7 Uhr gestartet, ab jetzt führt die Strecke ca. 1100 km über unasphaltierte Wege mitten durchs Outback.  Die Straßenzustände ändern sich alle paar Kilometer von sehr gutem bis richtig schlechtem Zustand, sprich Schlaglöcher, sandige Abschnitte wechseln sich mit festen gut zu befahrenden Schotterpisten ab.

Verfahren ausgeschlossen

Kängurus und Kamele

Gleich in der ersten Stunde haben wir einige Kängurus gesichtet. Wenig später sind wir dann erstaunt am Straßenrand stehen geblieben, standen da doch tatsächlich einige Kamele die uns interessiert anschauten. Aber das sollten nicht unsere letzten sein, wir haben auf der Strecke noch etliche davon gesehen.

Nach ca. 300 km kamen wir an das erste Roadhouse, hier hatten wir die Möglichkeit unseren Tank zu füllen. Allerdings gibt es auf der ganzen Strecke kein Benzin, sondern lediglich das vergleichbare Opal, welches geruchsfrei und damit für die Aborigines nicht zum schnüffeln geeignet ist. Auch eine kleine Auswahl an Lebensmitteln und Snacks, sowie heiße Getränke sind hier erhältlich.

Die weitere Strecke fuhren wir größtenteils ohne irgendwelchen anderen Auto zu begegnen.

Am Abend fanden wir eine einsame Campingmöglichkeit etwas abseits der Straße, einfach und nur mit einem Plumpsklo ausgestattet. Hier haben wir uns ein schnelles Abendessen zubereitet und eine ruhige Nacht verbracht.

Ziemlich erschrocken sind wir beim betrachten der Uhrzeit, die uns plötzlich anzeigte dass es bereits 20 Uhr sei. Völlig unbemerkt hatten wir bereits die Zeitzone des Northern Territory erreicht und hatten somit einen Zeitunterschied von +1,5 Stunden gegenüber Western Australia.

Der zweite Tag startete früh und wir näherten uns langsam dem Uluru. Wie bereits am ersten Tag war die Strecke einsam und eintönig, aber dennoch sehr eindrucksvoll.

Kamele haben wir jede Menge gesehen

Das Ende unseres Roadtrips

Nach dem wir ca. 1,5 Stunden unterwegs waren geriet Larry plötzlich ins schlingern und eher wir uns versahen überschlugen wir uns und blieben auf der Beifahrerseite liegen.

Wir realisierten noch gar nicht was eigentlich gerade geschehen ist,  als wir plötzlich eine Stimme aus dem nichts hörten, die fragte ob alles OK sei.

Wir schauten uns erstmal gegenseitig an zu sehen ob beim anderen alles in Ordnung ist.

Augenscheinlich schien alles in Ordnung zu sein und mit ein wenig Anstrengung gelangten wir durch das geöffnete Fenster der Fahrertür nach draußen.

Die Stimme die wir gehört hatten bekam nun ein Gesicht in Gestalt eines „Roadworkers“ der uns besorgt anschaute und noch einmal fragte ob alles in Ordnung sei. Er hat den ganzen Vorfall beobachtet und sich Sorgen um die Unfallopfer gemacht.

Nun konnten wir auch den Grund für den Unfall erkennen, der rechte Hinterreifen war geplatzt. Die Reste des Reifens waren in einiger Entfernung noch zu erkennen.

Hilfe von den Locals

Nach einer kurzen Beratschlagung mit den zwei Roadworkern ist einer bei unserem Auto geblieben, damit unsere Sachen nicht gestohlen werden. Der andere hat uns zurück in das ca. 30 km entfernte Roadhouse und der dort ansässigen Polizeistation gefahren.

Mit der örtlichen Polizei fuhren wir dann zurück um unsere Sachen zu packen, nicht mehr benötigte Dinge haben wir gleich an die Polizei und Straßenarbeiter verschenkt. Gerüchten zu Folge sollte am selben Abend noch ein „Bushbus“ in Richtung Alice Springs starten, dieser fuhr im 100 km entfernten Docker River ab. Für den Polizisten scheinbar kein Problem, er fuhr uns direkt dorthin und hielt auch noch extra an der Grenze zum Northern Terrotory damit wir Fotos machen konnten.

In Docker River wurden wir wieder einmal Zeuge der bekannten Aussie Hilfsbereitschaft. Leider startet der Bus erst am nächsten morgen, wir benötigen also noch eine Unterkunft für die Nacht.

Ein kurzes Telefonat später wurde uns eine Übernachtung bei einem örtlichen Geschäftsmann angeboten, zur Not hätten wir sogar in der Polizeistation nächtigen dürfen. Er überliess uns eine Unterkunft in der sonst seine Mitarbeiter wohnen. Der Busfahrer sollte in der selben Unterkunft schlafen und wir könnten am Morgen direkt einstiegen.

Unsere interessante Fahrt mit dem Buschbus kannst du hier lesen -> Fahrt mit dem Bush Bus

Bitte folgt und liked uns

3 thoughts on “Great Central Road und das Ende unseres Roadtrips”

  1. Wooow, gut das euch nichts passiert ist.
    Aber… was ist denn mit dem Fahrzeug geschehen? Wie ist das „weg gekommen“ und wohin?

    LG Isa

  2. Hallo Ihr Lieben,

    Gott sei Dank ist Euch nichts Schlimmeres passiert!!! Wie hilfsbereit die Australier doch sind, tolles Land.

    Liebe Grüße
    Renate

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